Mainradweg 2026

Der Mainradweg ist insgesamt knapp 600 Kilomer lang und führt durch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Bierkeller und Weinberge wechseln sich ab und man passiert tolle Urlaubsregionen. Aus Zeit-/Termingründen mussten wir uns leider auf ein Teilstück des Weges beschränken, wir fuhren von Lohr am Main bis zur Mainmündung bei Mainz. Vielleicht wird das noch fehlende Teilstück Ziel einer weiteren Radtour ...

Zusammen mit meinem Freund Jürgen, habe ich schon viele Touren mit dem Motorrad in Europa und Nordafrika unternommen. Nun sind wir zusammen mit dem Fahrrad einen Teil des Mainradwegs gefahren - Hauptsache mit einem Zweirad unterwegs ;-).

Unsere Räder waren beides E-MTBs, Jürgen fuhr mit einem Cube AMS Hybrid ONE44 und ich nutzte mein Cube Reaction Hybrid Pro. Da es an einem Flussradweg meist wenig Steigungen gibt, mussten wir den Motor nie zu Hilfe nehmen, da hätten wir ja gleich mit Bio-Bikes fahren können ;-).

Die Etappen haben wir willkürlich gewählt, wir sind einfach morgens losgefahren und haben am Nachmittag im Internet nach einer Unterkunft gesucht. Dazwischen machten wir viele Pausen, nicht weil wir uns ausruhen mussten, sondern um zu quatschen, denn wir sehen uns leider viel zu selten. Und natürlich auch um zu Essen: Eis, Kuchen, Bratwürste und Schmiersche (1), ohne Mampf kein Kampf.

(1) Saarländisch für ein belegtes Brot ;-)

Die erste Etappe führte uns von Lohr am Main nach Klingenberg. Das Wetter war gut, die Landschaft und die Ortschaften die wir durchfuhren sind schön und sehenswert. Hin und wieder konnten wir Burgen und Klöster bestaunen, aber auch viele Gänse beobachten, die das Mainufer bevölkerten. Füchse und Rehe bereicherten die entdeckte Fauna.

Die zweite Etappe verlief von Klingenberg nach Frankfurt. Als wir im Hotel frühstückten, regnete es gerade leicht, deshalb dauerte das Frühstück auch recht lange. Beim Start der Tour war es zwar wieder trocken, doch der Himmel blieb den ganzen Tag meist grau und bewölkt. Auf dieser Etappe gab es weniger landschaftliche Highlights, es dominierten eher Industrieanlagen. Das frühlingshafte Grün entlang des Weges machte die zum Teil graue Stimmung jedoch wieder wett.

Unsere dritte und letzte Etappe dieser Tour war recht kurz. Sie brachte uns von Frankfurt zum Hauptbahnhof nach Mainz. Der Start in Frankfurt war zwar trocken, aber unterwegs hatte es immer wieder ein bisschen geregnet. Jedoch nie so stark, dass wir unsere Regenklamotten anziehen mussten. So haben wir eines unserer Ziele erreicht, nämlich die Regenklamotten trocken nach Hause zu bringen ;-). In Mainz-Kostheim fließt der Main in den Rhein, was ich als gebürtiger Wiesbadener jedoch irgendwie vergessen hatte. Von der Mündung bis zum Bahnhof war es dann nur noch ein Katzensprung, doch war der dichte Verkehr der Stadt etwas ungewohnt nach dem einfachen Dahingleiten auf den Radwegen.

Von Mainz aus fuhren wir mit der S-Bahn nach Hanau und von dort aus mit einem Regional Express nach Lohr am Main zurück. Die S-Bahn hatte zwar Verspätung, doch auf die Bahn ist ja Verlass, der RE hatte auch Verspätung, so dass wir den Anschlusszug nicht verpasst haben ;-).

Mainradweg